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Das Klettern gehört zu den neuen Freizeitsportarten, die mittlerweile nicht nur in den Bergen und an den Felsen betrieben wird, sondern dank vieler Kletterhallen auch in den Städten zugänglich gemacht wurde. Beim Bau von neuen Kletterzentren geht der Trend hin zu immer schöneren und größeren Hallen, die mehr Boulderfläche besitzen.
Mit vier Kletterzentren und insgesamt über 14.000 Quadratmetern Kletter- und Boulderfläche ist der Großraum München die Kletterhochburg Deutschlands und dennoch sind Ausbauten und eine weitere Großanlage in Planung. Noch vor zehn Jahren war dieser Trend nicht vorstellbar. Doch mittlerweile werden Kletterwände auch in Kindergärten, Schulen und Vereinshallen eingebaut. Diese Entwicklung hat folgende Ursachen: Vor allem ist der Klettersport durch die Kletterhallen in den Städten angekommen und somit für viele Leute sichtbar und erreichbar. Das Klettern ist von der Randsportart zu einer Trendsportart geworden, bei der in einer sicheren Umgebung mit geschultem Personal der Höhenrausch erfahren werden kann. Eine spezielle Ausrüstung wie Klettergurt und -schuhe kann man in jeder Halle ausleihen und selbst muss man bei der Sportbekleidung nur an eine bequeme Sporthose denken. Ein weiterer Grund für den Boom der Kletterhallen ist das Engagement der Alpenvereine, allen voran der Deutsche Alpenverein e.V. (DAV). Jährlich können die Vereine steigende Mitgliederzahlen verbuchen, so dass es mittlerweile über 200.000 aktive Kletterer in Deutschland gibt. Im Vergleich zum Outdoor-Klettern ziehen die Kletterhallen auch viel mehr fitness-orientierte Sportler an. Doch laut einer Umfrage des DAV waren nur die Wenigsten noch nie im Freien klettern. Über 80 Prozent der Hallenkletterer gaben sogar dann, dass ihnen beim Klettern das Naturerlebnis wichtig ist. Daher kann man davon ausgehen, dass die Zahl der Kundschaft, die aus Fitnessgründen die Kletterhallen besuchen, kleiner ist als oftmals vermutet wurde.
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